Pressemitteilungen

Bunt statt braun

Die Grüne Jugend Tübingen beteiligt sich mit einem Infostand am 27.3. auf dem Markt in Rottenburg an der Aktionswoche gegen Rassismus und Rechtsextremismus und setzt damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und schleichenden Rassismus im Alltag.

Die Bürgerinnen und Bürger aus Rottenburg können ihr Wissen zur Anti-Rassismus Thematik in einem Quiz unter Beweis stellen und anschließend unter dem Motto „Bunt statt Braun“ mit einer farbigen Hand auf einem Plakat ihrer Stimme gegen Rechts Ausdruck verleihen.

Markus Wild, Rechtsextremismus-Experte der Grünen Jugend Tübingen, weist darauf hin, dass auch in Baden-Württemberg die Gefahr von Rechts nicht verharmlost werden darf: „Die Rechten Parteien, allen voran die NPD, haben in Baden-Württemberg in den letzten Jahren an Zustimmung gewonnen.“ Jedes 4. Mitglied der NPD in Baden-Württemberg ist im Jugendverband der NPD. Damit ist es kein aussterbendes, sondern ein wachsendes Problem. Wir kämpfen gegen diesen erschreckenden Trend und setzen uns für eine bunte Gesellschaft ein, in der jede/r gleichberechtigt ist und nicht diskriminiert wird!



GJ Tübingen veranstaltet Infostand zum Equal Pay Day

Die Grüne Jugend Tübingen wird am 26.3. mit einem Infostand auf dem Holzmarkt in der Tübinger Innenstadt auf den Equal Pay Day aufmerksam machen. Dieser Aktionstag erinnert daran, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt immer noch 23 Prozent weniger Lohn erhalten als Männer. Sie müssen also bis zum 23. März des Folgejahres arbeiten, um genau so viel zu verdienen wie ihre männlichen Kollegen im abgelaufenen Jahr.

Die Grüne Jugend lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich über das Thema der Geschlechter(un)gerechtigkeit zu informieren und mit uns zu diskutieren. Zur Stärkung werden wir Kekse verteilen, denen 23 Prozent fehlen – eine mahnende Erinnerung an die noch immer herrschende Lohnungerechtigkeit.

Dazu Sophia Dittes: „Die Grüne Jugend als politischer Jugendverband setzt sich in besondere Weise für Geschlechtergerechtigkeit ein. Die Quote als Instrument der Gleichstellung ist fest in unserem Selbstverständnis und unserer politischen Praxis verankert. Außerdem fördern wir durch Mentoring-Programme das politische Engagement junger Frauen, um so langfristig zu einem Mentalitätswandel beizutragen.“



GJ Tübingen fordert Rücknahme der Semestermietverträge für die Studierendenwohnheime

Das Studentenwerk Tübingen-Hohenheim hat mit sofortiger Wirkung Mietverträge eingeführt, die entgegen der bisherigen Praxis einer sechswöchigen Kündigungsfrist nur noch zum Semesterende beendet werden können. Die Grüne Jugend Tübingen unterstützt die Forderung der Bewohner-Vertretungen der Studierendenwohnheime, diese Neureglung zurückzunehmen. „Außerdem bemängeln wir die fehlende Einbindung der Studierenden in den Entscheidungsprozess“, fügt Daniel Eggstein, selbst Bewohner eines der betroffenen Wohnheime, hinzu.

Mit der Einführung des Bachelor- und Mastersystems wird den Studierenden immer mehr Flexibilität und Mobilität abverlangt. Angesichts unterschiedlicher Studienbeginne in den Bundesländern und vor allem im Ausland stellen die starren Semestermietverträge eine erhebliche Behinderung für Auslandsaufenthalte und Praktika da. „Die Semestermietverträge führen dazu, das Studenten in Übergangsphasen unter Umständen doppelt Miete zahlen müssen – am neuen Wohnort, also im Ausland oder am Praktikumsort, und in Tübingen. Dies stellt eine erhebliche finanzielle Belastung dar“, kritisiert Daniel Eggstein.

Darüber hinaus führen Semestermietverträge zu erheblichen logistischen Problemen, da sich alle Ein- und Auszüge in den ersten bzw. letzten Semesterwochen ballen. Aus Auslastungsgründen besteht ebenfalls keine Notwendigkeit für die Einführung von Semestermietverträgen. Der bisherige Mietausfall von ca. 1,5 Prozent ist äußerst niedrig und unterschreitet darüber hinaus das in der Mietkalkulation eingeplante Ausfallsrisiko von 2 Prozent.

Die Bemühungen um flexible Lösungen für ausländische Studierende zeigen, dass man sich auf Seiten des Studentenwerks der Probleme bewusst ist. Wir hoffen, dass zum Wohle aller Studierenden die neuen starren Regelungen zurückgenommen werden!



Wir fordern eine angemessene Ausweichmöglichkeit für Ract!festival

Die Grüne Jugend Tübingen kritisiert den Beschluss des Gemeinderats, das Ract!festival nicht im geplanten Zeitraum am Anlagensee stattfinden zu lassen. Stattdessen erhielt die TÜGast mit ihrem Konzept des Public Viewing den Zuschlag. „Angesichts der häufigen Klagen über fehlendes politisches Engagement der Jugend ist es sehr schade, dass eine kommerzielle Veranstaltung gegenüber dem Ract!festivals, dass junge Menschen mithilfe von Musik an politische Themen heranführt, vorgezogen wurde“, bedauert Julia Grauvogel, Pressesprecherin der Grünen Jugend Tübingen.

Die Grüne Jugend Tübingen beanstandet außerdem den Entscheidungsfindungsprozess des Gemeinderats. Die Veranstalter des Ract! wurden weder in den Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung und in den Gemeinderat noch zur Informationsveranstaltung mit den AnwohnerInnen und ‚Betroffenen’ am 10. Dezember 2009 geladen.

„Der den VeranstalterInnen angeboten Botanische Garten stellt aufgrund fehlender Infrastruktur du der geringeren Größe keinen gleichwertigen Ersatz für den Anlagensee dar“, stellt Julia Grauvogel klar. Auch eine Terminverschiebung ist keine ebenbürtige Alternative, da das Festival auf die vielen ehrenamtlichen HelferInnen angewiesen ist, und daher auf Schulferien und Klausurenphasen an der Universität Rücksicht nehmen muss.

Die Grüne Jugend hofft, dass das Ract! dieses Jahr dennoch zum fünften Mal stattfinden kann. Wir rufen KünstlerInnen und BürgerInnen der Stadt Tübingen auf zum Ract! zu kommen und begrüßen ausdrücklich das Engagement aller HelferInnen sowie ihre Bemühungen um eine Alternative. Das Ract!festival hat sich in den vergangenen vier Jahren zu einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens in Tübingen entwickelt, für dessen Fortbestand wir uns einsetzen werden!